Genesis

Schöpfungsgeschichte, Sündenfall und mehr

 

Kann es echt sein, das die Welt in 6 Tagen entstanden ist? Oder is das Quatsch?

"Ich hab gelernt, das man das nicht so ernst nehmen muss was in der bibel steht auch wenn man an gott glaubt. Aber ... "

Meine Antwort:

Ich lieb die Schöpfungsgeschichte heiß, aber dass damit die Entstehung der Welt (der Erde) gemeint sein soll, halte ich für Unfug. Dann müsste ja jemand geglaubt haben, dass erst die Pflanzen entstanden sind, BEVOR Sonne, Mond und die Gestirne am Himmel erschienen. Leider wird es seit Jahrtausenden so gelehrt und da finde ich es mehr als verständlich, dass sie allzu oft als Märchen abgetan wird.

 

Für mich beschreibt die Schöpfungsgeschichte die Entstehung der Welt eines Menschen - von der Zeugung an. Schon klar, dass es dunkel im Leib der Mutter ist und wenn Gott spricht "Es werde Licht" wird das kleine Menschlein geboren. Zuerst ist es noch zuhause verwurzelt (Pflanzen), dann wird die Unterscheidung des Männlichen und des Weiblichen (Sonne und Mond) wichtig und die animalischen Triebe erwachen (Getier) - BIS Mensch eine Menschen trifft, mit der er Menschen nach seinem Ebenbilde 'machen' will - und es folgt die nächste Generation.
Und am siebten Tag (der siebten Phase) soll sich Mensch anschauen, was er geschafft hat, erkennen dass es gut war (und sei es für seine Erfahrung) und es weitergeben. 

 

So ergibt die Schöpfungsgeschichte einen wirklichen Sinn für mich und ich glaube, dass der Autor (möglicherweise) ein sehr weiser Mensch war, dem das alles klar war - und der nicht glaubte, dass Pflanzen ohne Sonne, Mond und Sterne existieren können :)

 

Ich persönlich glaube, dass das Problem garnicht so in der Torah liegen als in der Interpretation der Schriftgelehrten - und damit hatte ja auch Jesus so seine Schwierigkeiten.

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Eine ähnliche Antwort zu folgender Frage:

Menschen wenden sich ab, weil 'zu Gott gefunden'

 

Zum Vater der Bibel gefunden?
Hm - du meinst Konstantin? Weil der ja im Grunde der Vater der Bibel ist. Kuck - knapp 400 Jahre nach Christus haben sich um die 300 Bischöfe unter Konstantin zusammengefunden, um darüber abzustimmen, was in das Christenbuch reingehört und was nicht. Mit der Lehre von Jesus hatte das nicht wirklich viel zu tun, das waren alles Schriftgelehrte und da ging es um Fragen, die in der Lehre von Jesus ja garnicht enthalten sind.

 

Und zum Schluss gibt es vier Evangelien, wo denn auch mal Jesus zu Wort kommt - alles andere sind Fremdinterpretationen, die zum Teil sogar der Lehre von Jesus widersprechen. Das merkt man automatisch, wenn man sich dazu entscheidet, die Lehre von Jesus mal tatsächlich zu leben. Machen aber die wenigsten, die meisten halten sich vielmehr an Moses und seine Gebote.


Aber Jesus hat ganz klar gesagt, dass man sich entscheiden muss, welchem Herrn man dient, weil man nicht zwei Herren dienen kann. Und genau so ist das mit Jesus und Moses: Entweder hält man sich an den, der das Urteil zugunsten der Liebe unterbindet oder man hält sich an den mit den Geboten, die bei jedwedem Übertritt ein Urteil erfordern. Beiden Herren kann man nicht dienen, ohne dass man einen verhöhnt.

Und das ist nur EIN Beispiel von vielen, die einem unbedingt auffallen, wenn man sich denn mal wirklich für Jesus entscheidet. Und für den Schöpfer, den Jesus auch Vater nannte. Aber das ist nicht der Vater der Bibel, weil die Bibel ein Produkt von heißen Debatten unter Schriftgelehrten ist - und was denen nicht passte, wurde vernichtet. Nun lasse ich mich aber nicht von Schriftgelehrten verhohnepiepeln - ich halte mich an Jesus, der ein wirklich großartiger Lehrer war - nur dass er im christlichen Glauben paradoxerweise viel zu kurz kommt. Selbst Paulus, der ihn nie kennen gelernt hat, hat mehr Raum im Christenbuch als Jesus Christus selbst. Bei dem gehts auch nicht so sehr um das, was er lehrte, sondern um seine Geburt (die nirgendwo nachweisbar ist und erst viiiiel später Einzug in den christlichen Glauben hielt) und um seinen Tod - aber seine Lehre interessiert irgendwie keinen. Weshalb die angeblichen Christen für mich viel eher Mosianer sind.


Ein Christ richtet sich nach seiner Lehre, also

  • Liebe den Schöpfer mit allem, was du bist (deiner ganzen Seele, deinem ganzen Gemüt, usw.)
  • Liebe deinen Nächsten WIE dich selbst
  • Fang bei dir (dem Balken in deinem Auge) an, bevor du dich um andere (die Splitter in deren Auge) kümmerst
  • Entscheide dich, wem du dienst
  • Was du dem Geringsten unter den deinen tust (nicht tust), das hast du ihm getan (nicht getan)


Die Lehre von Jesus passt in ein kleines Handbüchlein - das reicht, um Christ zu sein. Der Rest ist Schriftgelehrtenkram und was Jesus davon hielt, hat er ziemlich deutlich in seiner Rede wider die Schriftgelehrten gesagt.

 

Ich persönlich finde noch das 1. und 2. Buch Mose (Genesis und Exodus) wichtig, weil es genauestens beschreibt, was Mensch getan hat, um aus dem Paradies zu fliegen und auch bis heute nicht mehr zurückzufinden. Dummerweise halten die Schriftgelehrten das aber für ein Regelwerk, wie man vorgehen soll statt für eine Warnung, was man unterlassen soll. Und so lehren sie es auch und so lernen wir es von klein auf - und deswegen glaubt man es oder aber man hält die Schriften für Märchen.


Aber wenn man das mal richtig liest, merkt man automatisch, dass es weder um Märchen noch um ein anzustrebendes Regelwerk geht, sondern schlicht beschreibt, was 'Gott' dem Menschen (Adam = der Mensch) als erstes und einzigstes Gebot mitgegeben hat, nämlich, dass er die Griffel vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse lassen soll. Das Gleiche, was auch Jesus lehrte - nämlich nicht zwischen Gut und Böse zu richten. Jesus sprach ja auch von DEM Gesetz und nicht von den Gesetzen.
Von daher - lass das mit dem Vater der Bibel, du könntest jemandem begegnen, der sich damit auskennt :)


Und die, die sich nicht auskennen, werden dich weiterhin fliehen - völlig egal, wie sehr du sie magst. Wenn du sie wirklich liebhast und sie auch respektierst, wirst du ihnen sowieso nicht zu einem 'Vater der Bibel' bekehren wollen, WENN sie das nicht möchten. Denn der freie Wille eines jeden Menschen ist Heiliger Boden.

Das hab ich  von Jesus gelernt.
Wie dass ich nicht mit Gott hausieren gehen, sondern mich in mein Kämmerlein zurückziehen soll, wenn ich mit ihm sprechen möchte. Jesus ist auch keinem nachgerannt, sondern hat nur zu denen gesprochen, die von ihm lernen wollten.

 


 

Wie ist der allererste Mensch auf die Welt gekommen?

Meine Antwort:

Liebe(r) ggxgb,

ich denke nicht, dass man den 'allerersten Menschen' überhaupt definieren kann. Genauso wenig wie das allererste Rind, das allererste Pferd, den allerersten Wolf, den allerersten Vogel usw. - das sind Entwicklungen, die sich über Jahrtausende und Jahrmillionen hinziehen.

 

Natürlich kenne ich die Definition der Schriftgelehrten die Genesis betreffend, aber ich bin niemand, der Schriftgelehrten glaubt (genausowenig wie Jesus, was den meisten seiner Anhänger garnicht bewusst ist). Aber ich mag die Genesis, ich kann sie ja lesen wie ich will und ich ziehe es vor, sie mit Menschenverstand zu lesen.


Zum einen heißt Adam keineswegs 'der erste Mensch', sondern einfach 'der Mensch' - und ich kenne nur einen Zustand, in dem es einem Mann in der Rippengegend kneift beim Gedanken an ein Weiblein: Wenn er verliebt ist. Ansonsten spürt er die Aktivität entweder weiter oben (Intellekt) oder weiter unten - ist es nicht so, liebe Jungs?

Ich halte es für möglich, dass der Verfasser ebenfalls das Gefühl des Herz-über-Kopf-verliebt-seins meinte :)

 

Ich lehne restlos ab, die Schöpfung zu kleinzureden, indem ich Krautsalat erzähle - das überlasse ich den Schriftgelehrten, die können das weitaus besser als ich. Gott ist für mich nichts persönliches, sondern die höchste Schöpfungsebene und ich werde ihn nicht beleidigen, indem ich ihm menschliche Definitionen unterjuble - wenn ich Gott ehre, dann ehre ich die Schöpfung, Mensch, Tier, Natur und die ganze Welt und zwar so wie sie sind und nicht wie ein Schriftgelehrter sie mir unterbuttern will. So seh ich das.

 

Und deswegen ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, dass irgendwann in grauer Vorzeit die ersten Homos von Hominae geboren wurden. Die Schöpfung braucht für mich keine künstlerische Ausschmückung, um ein Wunder zu sein.

Wer unbedingt will, kann den Schriftgelehrten gerne glauben, aber für mich ist Gott über jede Fantasie erhaben.

 


 

 

Wer hat sich die Geschichte mit Adam und Eva ausgedacht?

Meine Antwort:

Möglicherweise ein ziemlich kluger Mensch, der wirklich nichts dafür kann, wie albern sie von den Schriftgelehrten gedeutet wurde und wird. Ich neige dazu, sie Joseph von Ägypten bzw. Imhotep zuzuschreiben, aber das ist nicht mehr als eine Annahme, mir ist ansonsten keiner bekannt, der ähnliche Fähigkeiten gehabt hätte.

 

Die Story um Adam (hebräisch für 'der Mensch') ist je nach Lesart garnicht so blöd, wie viele glauben. Es beginnt damit, dass der Mensch sich verliebt hat. Das ist meines Wissens der einzige Zustand, bei dem es einem Mann in der Rippengegend zwackt. Ansonsten ist eher sein Kopf (intellekt) aktiviert oder.... - nuja, weiter unten halt ;) 

 

Es herrschten paradiesische Zustände, die aber voraussetzten, dass Adam (der Mensch) seine Finger von der Frucht des 'Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse' lässt (das ist KEIN Obst) - ansonsten fliegt er halt raus aus seinem Paradies. Und alles, was folgt, ist eine Aufzählung der Probleme, die er durch sein geregeltes Gut-Böse-Denken auslöst. Und weil er das nie eingesehn hat, haben sich all diese Probleme bis ins Übermaß aufgeschaukelt und wir haben jetzt das Ergebnis von all dem.

 

Der Einzige, dem das aufgefallen ist, war Jesus. Der hat gesagt, dass er gekommen sei, um DEM Gesetz (dem ersten und einzigen) wieder zu seiner Gültigkeit zu verhelfen und dass daran nichts verändert werden dürfe - und dass man eben nicht richten soll. Aber irgendwie ist das seinen Anhängern bis heute kaum aufgefallen, sie halten jedenfalls weiterhin wie besessen an Moses und seinen Geboten fest - die nichts anderes sind als eine völlige Missachtung des ersten und einzigen Gebots :)