Ich höre täglich die Worte Jesu, verstehen tu ich sie nicht, was meinte er eigentlich mit dem was er sagte?

Da ist oft so eine Doppel,- oder Mehrdeutigkeit.

Hilfreichste Antwort · · 18

Das ist nun aber ein bisschen schwer zu beantworten, weil du ja nicht geschrieben hast, was du genau meinst. Aber möglicherweise kann ich dir trotzdem helfen, immerhin richte ich mich seit vielen Jahren ausschließlich nach dem aus, was er sagte.

Die Doppeldeutigkeit ergibt sich vor allem daraus, dass es nicht selten den Grundsätzen der christlichen Religionen wie auch den Grundsätzen des Judentums widerspricht.

Und schon sind wir bei seiner Aussage, dass man nicht zwei Pferde reiten und nicht zwei Herren dienen kann, es sei denn, dass man einen verhöhnt. Was mich dazu brachte, mich ganz bewusst für ihn zu entscheiden und alles andere außen vor zu lassen. Keine Erzählung, keine Regel und keine Interpretation von wem auch immer - ausschließlich das, was er sagte - aus den vier kanonischen Evangelien und dem Thomas-Evangelium, apogryph, aber megagenial.

Gebote gibts nur zwei, das sollte hinzukriegen sein. Eigentlich.
Es geht aber NUR, wenn man die zehn Gebote von Moses außer Acht lässt.
Aber dazu später

1. Gesetz: Gott lieben mit allem was in einem ist. Gottes Reich ist laut Jesus in uns und um uns herum, weil - wenn wir ihn im Himmel suchen, werden uns die Vögel vorangehen. Und wer 'den Schöpfer mit allem liebt, der muss meiner Ansicht nach auch die Schöpfung lieben. Weil was wir an der Schöpfung nicht lieben, das lieben wir auch nicht an ihm.

Man muss immer bei sich selbst anfangen - das ist schon im zweiten Gesetz enthalten, das aber eigentlich mehr eine Gesetzmäßigkeit als ein Gesetz ist. Man liebt den 'Nächsten' einfach wie sich selbst - so oder so. Die Grenzen, die man sich selbst setzt, die ärgern uns, wenn andere sie übertreten. Und wenn ich eine Riesennase habe, die ich so richtig Sch**** finde, dann werd ich sie an anderen nicht hübsch finden.

Trotzdem besagt das 2. Gesetz auch, dass man bei sich selbst anfangen muss, denn wenn ich meinem Gegenüber nur die Schuhe binden möchte, WIE ich die meinen gebunden habe, dann müssen die meinen bereits gebnden sein, bevor ich mit denen meines Gegenübers anfange. Denn sollten meine dann noch offen sein, muss ich die meines Gegenübers auch auflassen, wenn ich sie binden will, WIE ich die meinen gebunden habe. Im Fall eben garnicht.

Außerdem gibts da ja auch noch die Sache mit dem Balken im eigenen Auge, den man rausnehmen soll, bevor man sich um den Splitter im Auge des anderen zu kümmern braucht.

Aus diesen beiden Gesetzen hab ich mir dann eins gebastelt:
Liebe Alles was ist mit Allem was du bist und beginne bei dir - im Jetzt und im Hier.

Den letzten Teil hab ich nicht von ihm selbst, sondern als Erinnerung hinzugefügt, weil die wenigsten übermorgen in Timbuktu aufhören zu rauchen. Jetzt. Hier. Fertig. Aufschieben ist nicht. Außerdem reimt es sich dann und man kann es sich besser behalten.

Dann gehts los. Es steht außer Frage, dass ich mich nicht bedingungslos lieben kann, wenn ich mir von vorneherein die Bedingung stelle, nicht zornig, neidisch, faul, gierig, geil oder sonstwas sein darf, weil ich das böse > schlecht > negativ finde. All das ist Urteil und das sollen wir ja nicht. Weil er ja sagte "Urteilt nicht auf das ihr nicht verurteilt werdet" Das geht nämlich durchaus in einer Person. Wer Zorn verurteilt, verurteilt sich auch selbst, wenn er zornig ist.

Das geht natürlich nicht von jetzt auf gleich, sondern braucht seine Zeit. Interessanterweise wird man immer weniger zornig, je mehr man lernt, dieses Gefühl genauso wertzuschätzen wie man z.B. Fürsorglichkeit wertschätzt. Es wird einfach nur harmonischer und ausgeglichener. Außerdem wirkt es fantastisch im Spiegel. Weil alles, was ich an mir wertschätzen lerne, auch im anderen kein Ärgernis mehr darstellt.

Und wenn man Prass auf andere schiebt, war es mir eine große Hilfe, mir vorzustellen, er oder sie wäre mein Kind. Dann kann ich mich zwar immer noch über ein Verhalten ärgern, aber den Menschen an sich find ich dann nicht mehr persé sch****.
Wenn man das wirklich TUT, dann wirkt das wie Holler. Man merkt den Unterschied schon nach relativ kurzer Zeit - man muss nur dranbleiben und es eben TUN. Hat er ja auch gesagt - irgendwo in der Endzeitpredigt. Es predigen isses nicht, wenn man nicht TUT, was er uns gelehrt hat.

Was gibts noch.... - ah ja "Ein Prophet gilt nichts im eigenen Land und ein Arzt heilt nicht die, die ihn kennen" - also bittschön nicht Partner und Freunde bekehren, missionieren und überzeugen wollen. Das macht die beste Beziehung kaputt und früher oder später einsam.

Hm - auf die Schnelle fällt mir jetzt nichts mehr ein, aber falls dir noch was unklar ist: Einfach nur fragen, ja?

5 Kommentare
Kommentar von ancanei ,

Ach ja - wegen der 10 Gebote. Die hat Jesus ja schon in der Bergpredigt (Matthäus) bzw. der Feldpredigt (Lukas) bekrittelt. Es sind ja auch DIE Gesetze und nicht DAS Gesetz, das Jesus lehrte.

  • I. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
  • II. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.
  • III. Du sollst den Tag des Herrn heiligen.
  • IV. Du sollst Vater und Mutter ehren.
  • V. Du sollst nicht töten.
  • VI. Du sollst nicht ehebrechen.
  • VII. Du sollst nicht stehlen.
  • VIII. Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.
  • IX. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.
  • X. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut.Jedes Einzelne setzt ein Urteil voraus, das bei Übertritt gefällt wird.Und sie bewirken im Grunde vor allem anderen zwei weitere Gebote:
    1. Du sollst dich nicht erwischen lassen
    2. Du sollst Gründe finden, die Fehlvergehen rechtfertigen.

Außerdem sollte nach 3000 Jahren langsam gerutscht sein, dass sie nicht funktionieren und auch noch nie funktioniert haben. Es widerspricht der Natur des Menschen grundlegend, Grenzen zu akzeptieren. Das merkt man schon, wenn man einem zweijährigen Kind verbietet, etwas anzufassen und dann den Raum verlässt. Vielleicht hätte das Kind sich kein bisschen für das Objekt interessiert, aber wenn jemand sagt, dass dieses Objekt nicht angefasst werden darf, dann will Kind wissen, was denn an dem Ding ist, dass es nicht angefasst werden darf. Möglicherweise hält es noch ne Minute die Patschehändchen hinterm Rücken und kuckt nur interessiert. Aber dann ist es auch schon rum. Das liegt einfach in der Natur des Menschen.

Aber Jesus sprach sowieso nur von DEM Gesetz. Und da ist das erste das einzige, was in Frage kommt, weil es exakt dem entspricht, was Jesus lehrte: Nicht zu urteilen.

Und das erste Gesetz besagt, dass der Mensch die Finger lassen soll von der Frucht "des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse" - da ist nicht von Obst die Rede. Da ist die Rede vom Urteil über Gut und Böse. Alle weiteren Gesetze sind einzig die Wirkung dessen, das erste Gebot gebrochen zu haben.

Kein Urteil über Gut und Böse = keine Sünde und kein Sünder.

Und genau das hat Jesus gelehrt. Und das begreift man unweigerlich, wenn man sich mal wirklich auf ihn einlässt. Wer sich an sein Gebot hält, braucht nicht ein einziges von Moses Geboten. Die sind zum einen kontraproduktiv und zum anderen überflüssig. Hätte Jesus die für so wichtig oder wenigstens richtig gehalten, dann hätte er bestimmt erwähnt, dass wir uns an die 10 Gebote von Moses halten sollen. Hat er aber nicht.


Kommentar von 6oldfisch ,

Den letzten Teil hab ich nicht von ihm selbst, sondern als Erinnerung hinzugefügt

Jesus hat doch ausdrücklich gesagt, dass an seinen Worten niemals etwas verändert oder hinzugefügt werden soll. Ansonsten, danke für die Antwort. 


Kommentar von ancanei ,

Nein, das hat er nicht gesagt.
Er hat gesagt, dass an DEM Gesetz nichts verändert werden darf, aber er hat weder gesagt, dass man es nicht bestmöglichst ausdrücken und lehren darf NOCH hat er es vorgelebt. Im Gegenteil - er hat es selbst nicht wörtlich wiedergegeben, dass der Mensch nicht von der verbotenen Frucht des Baumes der Erkenntnis von gut und Böse essen darf, sondern er sagte '"urteilt nicht, auf das ihr nicht verurteilt werdet." Und "Liebet einander, wie ich euch geliebt habe."

UND er hat gesagt: "Liebt einander, wie ich euch geliebt habe" - und das heißt für mich, dass ich mir an seinem Leben (nicht sterben) ein Beispiel nehmen kann. Und genau das tue ich ja - und deswegen glaube ich, dass es nicht darum geht, die Worte nicht verändern zu dürfen, es geht darum, den Sinn zu leben und zu lehren. Denn er selbst hat nicht das Gesetz wörtlich wiedergegeben, aber er hat den Sinn dieses Gesetzes gelehrt und der Sinn ist: Urteilt nicht.
Ihr habt die 'Erkenntnis von Gut und Böse' nicht von Gott, sondern von der verbotenen Frucht des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse.

Also KÖNNEN die weiteren Gesetze einfach nicht von Gott sein.
Sie entspringen nicht dem Wesen der Natur (Schöpfung), denn in der ganzen Natur (Schöpfung) gibt es keine Gesetze über Gut und Böse. Urteile über Gut und Böse sind ausnahmslos von Menschen erdacht - und das obwohl sie gerade das nicht dürfen, wenn sie nicht aus dem Paradies fliegen wollen.

Nicht einmal dieses Gesetz urteilt über Gut und Böse, sondern sagt einfach nur: Wenn ihr von dieser Frucht nascht, fliegt ihr aus dem Paradies. Und ihr werdet nicht ins Paradies zurückfinden, solange ihr euch von dieser verbotenen Frucht ernährt und glaubt, über Gut und Böse urteilen zu können.
Und die Realität gibt dem recht - ausnahmslos.

 

Was glaubst du ist wichtiger:
Die ursprünglichen Worte (wahrscheinlich in althebräisch) auswendig zu lernen und zu predigen.

oder:
Es so auszudrücken, wie es einem am besten hilft, um es jeden Tag bei jeder Gelegenheit und jedes Mal, wenn man etwas ablehnt zu TUN. Und wie es auch die Interessierten am besten verstehen und anwenden können

 

Was glaubst du, würde Jesus dazu sagen, wie seine Anhänger seiner Lehre nachkommen? Hm?

Ich geb dir einen Tipp: In Matthäus Kapitel 7 steht folgendes:

1 Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet;
2 denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maße ihr messet, wird euch gemessen werden
3 Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr?
4 Oder wie wirst du zu deinem Bruder sagen: Erlaube, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen; und siehe, der Balken ist in deinem Auge?
5 Heuchler, ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus deines Bruders Auge zu ziehen.
..................
21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist.
22 Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt, und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben, und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan?
23 und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt; weichet von mir!

Wenn du seine Worte täglich hörst, dann wirst du es kennen. Ich höre sie nicht täglich, aber ich habe sie mir vor Jahren einmal rausgeschrieben - und kenne sie immer noch. Natürlich nicht wörtlich, aber ich kenne ihren Sinn - den hab ich nicht vergessen. Das kann ich garnicht, weil ich es ja seitdem tue.

 

Kommentar von ancanei ,

Was ich auch total ausdrucksvoll finde, ist der letzte Teil seiner Endzeitrede, den kannst du sie nachlesen in Matthäus Kapitel 25, 31 aufwärts:

31 Wenn aber der Sohn des Menschen kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm,
dann wird er auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen;
32 und vor ihm werden versammelt werden alle Nationen,
und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirte die Schafe von den Böcken scheidet.
33 Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken.
34 Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen:
Kommt her, Gesegnete meines Vaters, erbt das Reich, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an;
35 denn mich hungerte, und ihr gabt mir zu essen; mich dürstete, und ihr gabt mir zu trinken;
ich war Fremdling, und ihr nahmt mich auf;
36 nackt, und ihr bekleidetet mich; ich war krank, und ihr besuchtet mich;
ich war im Gefängnis, und ihr kamt zu mir.
37 Dann werden die Gerechten ihm antworten und sagen:
Herr, wann sahen wir dich hungrig und speisten dich? Oder durstig und gaben dir zu trinken?
38 Wann aber sahen wir dich als Fremdling und nahmen dich auf? Oder nackt und bekleideten dich?
39 Wann aber sahen wir dich krank oder im Gefängnis und kamen zu dir?
40 Und der König wird antworten und zu ihnen sagen:
Wahrlich, ich sage euch,
wenn ihr es einem der geringsten dieser meiner Brüder getan habt, habt ihr es mir getan.

41 Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen:
Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!
42 Denn mich hungerte, und ihr gabt mir nicht zu essen; mich dürstete, und ihr gabt mir nicht zu trinken;
43 ich war Fremdling, und ihr nahmt mich nicht auf; nackt, und ihr bekleidetet mich nicht;
krank und im Gefängnis, und ihr besuchtet mich nicht.
44 Dann werden auch sie antworten und sagen:
Herr, wann sahen wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient?
45 Dann wird er ihnen antworten und sagen:
Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr es einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr es auch mir nicht getan.
46 Und diese werden hingehen in die ewige Pein, die Gerechten aber in das ewige Leben.

Ich sag mir halt, dass - WENN es möglich ist, dass stimmt, was er sagte, dann ist auch möglich, dass es sich so verhält wie es da steht. Und das gibt mir zu denken - für MICH!. Wer etwas anderes glaubt und glauben will - bitte gerne, ich rede da keinem rein. Ich erzähle nur, wie es sich mir zeigt und wie ich damit umgehe und wie ich danach lebe.

Ob das wirklich wahr ist, weiß ich nicht. Aber weil es so eine fundamentale Wirkung auf meine Sicht der Dinge hat, deswegen glaube ich es. Wissend, dass ich es nicht wirklich weiß - aber für mich hat es Geltung. Für mich hat das, was er lehrte Geltung.

Und für mich hat das, was uns die Schriftgelehrten und Theologen glauben machen wollen, keine Geltung. Null.

Ist im Grunde völlig easy.


Kommentar von ancanei ,

Für mich hat sich eindeutig gezeigt, dass das, was Jesus lehrte, in vollkommenem Einklang steht mit der Natur (Schöpfung) und ihren (Natur-)Gesetzen. Und dass es in krassem Wiederspruch steht mit den Lehren der Schriftgelehrten. Sie glauben sicherlich an das, was sie erzählen, aber das können sie nur, weil sie nicht tun was er gelehrt hat. Wie es jeder nur glauben kann, weil er nicht tut, was Jesus gelehrt hat. Denn sobald man tut, was er gelehrt hat (und bei, in und mit sich selbst anfängt), kann man die Lehren der Schriftgelehrten nicht mehr glauben. Es geht einfach nicht. Und widersprüchlich erscheint es auch nur, solange man nicht tut was er gelehrt hat.

Ich weiß nicht, ob du das Thomas-Evangelium kennst - mir ist es das wichtigste Evangelium, weil da am wenigsten dran rumgedeutet wird. Und weil es sich exakt mit dem was er lehrte deckt - wenn man es denn auch tut. Und in Logion 108 steht: "Wer von meinem Mund trinkt, wird werden wie ich, und ich werde wie er, und die verborgenen Dinge werden sich ihm offenbaren."

Möglicherweise ist es so.
Möglicherweise auch nicht.
Das muss jeder für sich entscheiden, wie ich es für mich entschieden habe.



 

Frage an 'gläubige Christen'

'Ob Gott, Jesus Christus, Vater oder den Heiligen Geist anbeten? Lt Paulus sollte man Vertrauen auf Gott legen, aber auch auf Jesus Christus und an ihn glauben. Ob es Unterschiede gibt, an Jesus zu glauben oder an Gott. Jesus sei ja Gott, aber trotzdem sei der Vater höher als er.'

 

Liebe(r) FAThemaGlaube,

meiner Erfahrung nach musst du dich entscheiden, wem (welchem Herren) du dienen willst. Als Christ müsste man sich eigentlich für Jesus entscheiden und dessen Lehre ist einfach und übersichtlich

  • 1. Liebe den Schöpfer (und damit auch seine Schöpfung - also alles) mit allem, was dich ausmacht (deiner ganzen Seele, deinem ganzen Gefühl/Gemüt und deinem ganzen Verstand)
  • 2. Liebe deine Nächsten WIE dich selbst
    das heißt, dass du bei dir anfangen sollst (dem Balken im eigenen Auge), bevor du dich um dein Gegenüber (dem Splitter im Auge deines Nächsten) bemühst. Denn wenn du nur deine Schuhe binden willst, WIE du die deinen gebunden hast, müssen deine Schuhe bereits gebunden sein, bevor du die deines Gegenüber bindest. Denn wenn die deinen noch offen sind, musst du auch die deines Nächsten ungebunden lassen.
  • 3. Liebet einander, wie ich Euch geliebt habe
    Nur zu lieben, was man sowieso gut findet, ist ja nun keine besondere Leistung :)
  • 4. Urteile nicht, auf das du nicht verurteilt wirst
  • 5. Man kann nur einem Herren dienen - man muss sich also entscheiden

... und noch die eine oder andere Regel, es ist ziemlich übersichtlich, man braucht eigentlich nur die Evangelien dazu - und vielleicht noch die eine oder andere apogryphe Schrift (ich liebe z.B. das Thomas Evangelium, weil es kaum Fremdinterpretationen enthält)

 

Jesus selbst hatte es eher weniger mit den Schriftgelehrten - die Bibel wie die allgemeine Glaubenslehre des Christentums aber ist auf dem 'Mist' von Schriftgelehrten gewachsen, die braucht man einfach nicht, wenn man sich an das hält, was Jesus selbst gelehrt hat. WENN man sich denn entscheidet, Jesus zu dienen - was ja naheliegend ist als Christ :)

 

By the way - Jesus sagte, dass er gekommen sei, um DEM Gesetz wieder zu seiner Gültigkeit zu verhelfen und dass daran nicht ein Jota verändert werden dürfe. Und DAS Gesetz ist das erste - und einzige. Und es besagt, dass der Mensch die Finger lassen soll vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse (also nicht in Gut und Böse urteilen) - und dass sie ansonsten aus dem Paradies fliegen würden. Was sie ja auch getan haben.


Alles weitere ergibt sich aus diesem ersten Fehler - es wird haarklein beschrieben, wie sich der Mensch entwickelt, wenn er dieses eine und wichtigste Gebot übertritt.

 

Die Lehre von Jesus hat was. Sie widerspricht nichtmal den Naturwissenschaften - einfach sich selbst ganz und gar liebhaben lernen und dann klappts auch mit den Mitmenschen. Ich vergleiche es am liebsten mit der Liebe einer Mutter. Klar regt sie sich auch schon mal über das Verhalten ihrer Sprösslinge auf, aber sie verurteilt sie nicht - sie liebt sie. Istn bisschen Arbeit, man muss sich ja selbst umkrempeln, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es lohnt sich :)

 


 

 Als Spaß jesus an beten als . Also die Christen beten ja bevor dem essen und ich hab das mal so als Spaß mal so gesagt also "lieber gott" ist es eine Sünde?

Antwort · · 9

Aber nein, das ist doch keine Sünde. Gerade als Christ sollte man eiiiigentlich ziemlich vorsichtig mit Urteilen sein. Schon weil auch die Christen die Geschichte kennen müssten, dass Adam (der Mensch) samt seiner Eva aus dem Paradies geflogen ist, weil er von der Frucht des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse genascht hat (und bis heute noch nascht).

 

Wenn Sohn Gottes Jesus ist, wer ist dann Gott besser gesagt wer ist der Mann von maria?

Antwort · · 53

Nunja, Jesus nannte sich den Sohn des Lebendigen Gottes. Und uns nannte er ja auch Kinder Gottes. Und was seine Mutter angeht, sagte er, dass

 

Wenn Jesus Gott ist wieso darf ich ihn dann Zeichnen bzw. Bilder von ihm aufstellen obwohl es doch Götzendienst ist ?

Antwort · · 41

Wer sagt denn, dass Jesus Gott sein soll? Also auf seinem Mist ist das ganz sicher nicht gewachsen und was irgendwelche Schriftgelehrten behaupten, ist mir da ziemlich schnuppe. Jesus selbst nannte sich

 

Warum glauben Menschen, dass Jesus der Sohn Gottes ist?

Antwort · · 68

Nunja, Jesus nannte sich selbst 'Sohn des Lebendigen Gottes' und Menschensohn - aber er nannte ja auch die anderen Menschen Kinder Gottes. Demzufolge wäre er der Bruder der Menschen und darinnen seh ich nun wirklich kein Problem.

Aaaber ich glaube, du meinst sicher, dass Jesus...

 

Gab es Jesus überhaupt?

Antwort · · 128

Lieber Albion,

es gibt auch in der Historie ganz klar Hinweise darauf, dass dieser Jesus gelebt hat und dass ein Mann mit diesem Namen auch angeklagt und hingerichtet wurde.

Für mich persönlich ist es sowieso überhaupt keine Frage. Ich bin nicht so die, die gerne etwas glaubt - ist ne hirntechnische Eigenart. Wenn ich auf etwas stoße, das mich interessiert und was in irgendeiner Weise geheimnisvoll ist, dann hats mich einfach am Wickel und dann will ich wissen und...

 

Sind die Antithesen Jesus in der heutigen Zeit noch parktizierbar (Feindesliebe, Gewaltverzicht, etc.)?

Antwort · · 2

Japp. Aber nicht ausschließlich. Es ging ihm keineswegs darum, 'immer lieb sein zu müssen', sondern vielmehr darum, alles liebhaben zu lernen. Und dass man bei und mit sich selbst anfangen muss. Dass man nicht ein Urteil fällen darf darüber, was man gut und was man schlecht findet, denn alle Gefühle sind gleich wichtig. Und dass man in eine Art heiligen Zorn fallen kann und ihn auch...

 

War Jesus Gott?

Antwort · · 79

Aber nein.
Keiner hat sich den einfachen Menschen näher gefühlt als er. Der wollte nicht Gott sein.

Bis zum Konzil von Nicäa war er ja auch keiner. Erst am nächsten Tag, da war er ganz offiziell Göttlich. Das war 325 Jahre nach ihm. Da haben 300 Bischöfe unter der Leitung von Kaiser Konstantin drüber abgestimmt. Wie sie heut über Gesetzesvorlagen abstimmen.

Die haben da entschieden, ob es eine Dreifaltigkeit gibt und was in die Bibel kommt und was nicht und über die Grundlagen des Christentums, damit es ne offizielle Religion wird.

Mit dem, was Jesus wollte, hatte das nichts zu tun.